Wer einen Blick auf die Ausstattung der Eislinger Schulen wirft, könnte meinen, die digitale Revolution sei bereits vollzogen. Doch weit gefehlt! Die Realität sieht anders aus. Daher fordert das WfE: Eine wirklich digitale Bildung braucht mehr als nur ein paar Bildschirme und Beamer – es braucht ein durchdachtes, einheitliches IT-Konzept!
Stückwerk oder Strategie? Die digitale Schulausstattung auf dem Prüfstand
Digitalisierung beginnt nicht bei der Hardware – sie beginnt bei der Infrastruktur. Ohne stabile Netzwerke, leistungsfähige Server und ein durchdachtes IT-Management verkommen selbst die modernsten Tablets und Laptops zu teuren Staubfängern. Eine nachhaltige digitale Bildungslandschaft erfordert eine einheitliche und zuverlässige technische Basis, die den steigenden Anforderungen gerecht wird.
Sicherheit darf kein Glücksspiel sein!
Ein einheitlicher IT-Standard ist auch eine Frage der Sicherheit. Wer glaubt, ein paar Firewalls und Passwörter reichten aus, irrt gewaltig. Datenschutz, Cloud-Lösungen und Zugriffskontrollen müssen zentral geregelt und professionell betreut werden. Die Lehrkräfte haben ohnehin genug zu tun – sie sollten nicht nebenbei noch als IT-Administratoren aushelfen müssen! Hier braucht es ausgebildete Fachkräfte, die Wartung und Support professionell übernehmen. Ein effizientes Ticketsystem könnte zudem dafür sorgen, dass technische Probleme schnell und zuverlässig gelöst werden.
Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter
Digitale Tafeln und Laptops allein machen noch keinen modernen Unterricht. Um digitale Medien sinnvoll einzusetzen, braucht es einheitliche Lehr- und Lernkonzepte sowie regelmäßige Schulungen für Lehrkräfte. Aktuell kämpfen viele Schulen mit verschiedenen Plattformen und Systemen – das erschwert nicht nur den Unterricht, sondern auch den Übergang zwischen Schulstufen und Schulformen. Einheitliche Standards würden hier für Klarheit und Effizienz sorgen.
Unsere Forderung: Nachhaltige Digitalisierung statt teurer Flickschusterei!
Die Digitalisierung der Schulen ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess, der strategisch geplant werden muss. Eine nachhaltige digitale Schulentwicklung erfordert eine zentrale Steuerung, standardisierte Infrastruktur und eine langfristige Vision. Die WfE fordert daher die Stadtverwaltung auf, diesen Prozess aktiv zu gestalten und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige digitale Bildung in Eislingen zu schaffen.
Denn Digitalisierung ist mehr als Technik – sie ist eine Chance für bessere Bildung. Lassen wir sie nicht ungenutzt!